Wie viel ist eigentlich ein Facebook-Like wert? Und was sagt ein gutes Keyword-Ranking über den Absatz aus? Bei vielen Werbemassnahmen lassen sich heute dank digitaler Technologien zwar Kennzahlen ermitteln. Dennoch bleibt die Wirkungsmessung oft wenig aussagekräftig. Umso wichtiger sind messbare Werbeziele.

Das Marketing ist für viele Unternehmen ein kritischer Erfolgsfaktor. Dessen sind sich die meisten CEOs inzwischen bewusst. Nur zu gern würden sie aber konkrete Zahlen zur Werbewirkung sehen, um Marketingbudgets mit gutem Gefühl freizugeben. Das verleitet Marketingteams dazu, jene Resultate zu präsentieren, die ihre Massnahmen am erfolgreichsten aussehen lassen. Gerade das Onlinemarketing hat eine Unmenge an Metriken zu bieten. Viele davon geben durchaus relevante Hinweise auf den Erfolg von Werbe- und Marketingaktivitäten. Doch eine der wichtigsten Fragen im Marketing lassen sie unbeantwortet: Wie stark tragen die einzelnen Werbekanäle zum Kaufentscheid bei?
Die Antwort darauf zu finden, wird mit der wachsenden Anzahl Touchpoints noch schwieriger. Grund dafür ist der sogenannte Spill-over-Effekt. Zwar ist dieser Übertragungseffekt, der sich durchs crossmediale Zusammenspiel der Kanäle ergibt, positiv und durchaus erwünscht. Er erschwert es aber, den Werbeerfolg einzelnen Kontaktpunkten zuzuordnen.
Um dennoch eine aussagekräftige Werbeerfolgskontrolle durchzuführen, braucht es messbare Werbeziele. Sie sind nicht nur der Massstab für den Werbeerfolg, sondern auch Basis für die Medienwahl – also eine tragende Säule jeder guten Werbestrategie. Dabei gilt: Ziele beschreiben einen Soll-Zustand. Je präziser und klarer sie das tun, desto stärker motivieren sie das Marketing, diesen zu erreichen.
Unser Jahresplan dient Ihnen als Vorlage für die Medien- und Massnahmenplanung – übersichtlich strukturiert nach Paid, Owned und Earned Media. So erstellen Sie den perfekten crossmedialen Werbemix, denken an alles Wichtige und behalten jederzeit den Überblick.
Werbung ist kein Selbstzweck, sondern unterstützt die übergeordneten Ziele des Unternehmens. Leiten Sie Ihre Werbeziele etwa von den Zielen der Unternehmensstrategie oder der Vertriebsstrategie ab.
Die Ergebnisse von Werbeerfolgskontrollen früherer Kampagnen helfen Ihrem Unternehmen dabei, sinnvolle Ziele zu formulieren. Sie zeigen Ihnen etwa, welche Ziele sich nicht bewährten, weil sie zu wenig messbar waren.
In welcher Phase des Lebenszyklus sich Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung befindet, beeinflusst die Zieldefinition. So ist Werbung mit informierenden Inhalten wichtig, um ein Produkt oder eine Marke bekannt zu machen und das Angebot gegen die Konkurrenz abzugrenzen. Erinnernde Werbung hingegen empfiehlt sich in der Reifephase. Dadurch soll der Zeitraum, in dem das Produkt hohe Gewinne erzielt, ausgedehnt werden.
Die Werbeziele unterscheiden sich je nach Phase der Customer Journey, in der Ihre Werbung greifen soll. Zu Beginn sind Werbeziele wie Aufmerksamkeit und Interesse wichtig. Kurz vor dem Kauf beziehen sich die Ziele je nach Angebot auf Beratungsgespräche, Produkttests und schliesslich Bestellungen, nach dem Kauf auf die Bestätigung des Kaufentscheids, den Aufbau von Markentreue usw.

Wir helfen Ihnen gerne mit aussagekräftigen Analysen, praxisnahen Ideen und erfolgreichen Strategien. Damit Dialogmarketing in Ihrer Hand zum effizienten Werbewerkzeug wird.
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Zudem bestimmen die Werbeziele Inhalte und optische Ausgestaltung der Werbung mit und liefern bei handlungsauslösenden Kampagnen wertvolle Richtwerte, um das Fulfillment vorzubereiten.
Die Möglichkeiten, Werbeziele zu kategorisieren, sind vielfältig. Neben der häufigen Unterscheidung in strategische und operative Werbeziele bietet sich unter anderem auch jene in Wirkungs- und Handlungsziele an. Der Vorteil dieser Kategorisierung: Sie orientiert sich stärker an den Kundinnen und Kunden und betrachtet die Effekte der Werbung auf diese.
Achten Sie darauf, sowohl Wirkungsziele als auch Handlungsziele zu formulieren. Stellen Sie sich dazu zwei Fragen: Was soll unsere Kampagne bewirken? Welche konkreten Handlungen soll sie bei unseren Zielpersonen auslösen?
| Beispiele für Wirkungsziele | Beispiele für Handlungsziele |
|---|---|
| Bekanntheitsgrad steigern | Anzahl Neukunden |
| Imagewerte verbessern | Anzahl Bestellungen von Infomaterial |
| Kundenbindung verstärken | Anzahl Bestellungen |
| Kundenabgänge verhindern | Höhe des durchschnittlichen Bestellwerts |
| Interesse erzeugen | Anzahl Anmeldungen für Events und Messen |
| Besitz- und Kaufwünsche auslösen | Anzahl Zusagen für Aussendienstbesuche |
| Hemmschwellen abbauen | Umwandlungsquoten |
| Terrain für Aussendienstbesuche ebnen | Klickraten |
Da Werbeziele einen Soll-Zustand definieren, müssen Sie in einem ersten Schritt den Ist-Zustand erfassen. Einige Kennzahlen wie Umsatz, Anzahl Bestellungen oder Anzahl Verkaufsgespräche können Sie leicht intern ermitteln, für andere wie den Bekanntheitsgrad oder die Imagewerte benötigen Sie externe Unterstützung.
Gute Ziele folgen der SMART-Formel. Sie sind spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert.
Haben Sie die SMART-Formel befolgt und messbare Ziele formuliert? Perfekt! Legen Sie nun schon vor der Kampagne fest, mit welchen Verfahren Sie den Grad der Zielerreichung messen und welche Kennzahlen dafür relevant sind. Viele Resultate liefern Ihnen die messbaren Reaktionen von Dialogmarketing- und Onlinemarketing-Kampagnen. Je nach Ihren Zielen und Kanälen sind aber auch andere Verfahren wie Kundenbefragungen erforderlich.
Bei den implizit wirkenden Kanälen wie TV-, Kino- oder Radiospots, Inseraten und Plakaten ist die Messung des Werbeerfolgs besonders aufwändig. Hier empfehlen sich neben der klassischen Markforschung auch Untersuchungen, welche die emotionale Wirkung feststellen. Letzteres geschieht zum Beispiel biometrisch über die Messung von Herzfrequenz, Atmung, Körperbewegungen und Leitfähigkeit der Haut oder über neuropsychologische Modelle zum Visualisieren von Sinneseindrücken. Wenn es darum geht, Wirkung und Nutzerfreundlichkeit von Websites, Landingpages oder Mailings zu messen, fördert die Eye-Tracking-Methode interessante Erkenntnisse und Informationen zutage. Für welches Messverfahren Sie sich auch entscheiden: Denken Sie daran, die Periodizität der Messungen und die verantwortlichen Personen festzulegen.
Richten Sie Ihre Werbekampagnen auf ein bis zwei Hauptziele aus. Zusätzliche Nebenziele liefern Ihnen bei der Erfolgskontrolle interessante Informationen zur Wirkung der Kampagnen.
Stimmen Sie die verschiedenen Marketing- und Werbeziele aufeinander ab, um absehbare Zielkonflikte frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Die Herausforderung besteht unter anderem darin, kurzfristige/operative und langfristige/strategische Ziele in Einklang zu bringen. Auch bei Kosten und Nutzen sowie Effektivität und Effizienz können unterschiedliche Werbeziele im Widerspruch zueinander stehen.
Mehrere W-Fragen helfen Ihnen dabei, die Vollständigkeit Ihrer Ziele zu überprüfen: Wer? Was? Wie viel? Wo? Wann? Folgendes Kampagnenziel aus dem B2B-Bereich zum Beispiel deckt diese Fragen ab: Zwischen Januar und März dieses Jahres treffen von unseren bestehenden Kundinnen und Kunden in der Ostschweiz 20 Prozent mehr Serviceanfragen zu unserer Reinigungsmaschine CleanPlus ein als im Vorjahr.