Die Expertin für Touchpoint Management Anne M. Schüller hat eine Reihe von Kennzahlen definiert. Diese erlauben es, Veränderungen in der Kundenbeziehung und den Erfolg der Rückgewinnung quantitativ zu erfassen und zu messen.
Kundenabwanderung
Mengenmässige Erfassung und optische Aufbereitung der Gründe für Abwanderungen beziehungsweise Kündigungen sowie Erfassung der Kosten für die Rückgewinnung.
Rückgewinnungsrate
Anzahl der wiedergewonnenen Kunden dividiert durch die Anzahl der kontaktierten Kunden.
Veränderung der Dauer der Kundenbeziehung
Veränderungen in der durchschnittlichen Kundenbeziehung. Spezifizierung nach Branche, Alter, Geschlecht, Berufsgruppe usw.
Veränderung der Kundenfluktuation
Vergleich der Fluktuationsrate vor Beginn der Rückgewinnungsaktivitäten mit der Fluktuationsrate zu einem festgelegten Zeitpunkt nach deren Abschluss.
Veränderung des Kundenwerts
Vergleich des früheren Kundenwerts im Vergleich zum zukünftigen Kundenwert nach den Kriterien «Lifetime Value» und dem «Recommendation Value».
- «Lifetime Value» = kumulierter zukünftiger Ertrag (abgezinst) plus Kosteneinsparungen
- «Recommendation Value» = Einschätzung der Bereitschaft des Kunden, das Unternehmen potenziellen Neukunden weiterzuempfehlen.
Rückgewinnungsgewinn
Rückgewinnungskosten im Verhältnis zum Rückgewinnungsertrag unter Berücksichtigung des zurückgewonnenen Umsatzes wie auch ideeller Werte wie Imagezugewinn, positiver Mundpropaganda, Lerngewinnen usw.
Nachkalkulation der Rückgewinnungskosten
Für die Kundenrückgewinnung budgetierte Kosten im Verhältnis zu den effektiven Kosten.
Abwanderungsbewegungen
Erfassung der Wettbewerber, zu denen die verlorenen Kunden gewechselt haben, sowie Erfassung der Gründe für den Wechsel.
Management des Rückgewinnungswissens
Vergleich verschiedener Rückgewinnungsaktivitäten und deren Wirksamkeit als Basis für die Umsetzung zukünftiger Massnahmen.
Quelle: «Kundenrückgewinnung in fünf Schritten» von Anne M. Schüller, Expertin für Touchpoint Management